Zahnfehlstellungen können durch eine kieferorthopädische Behandlung beseitigt werden. Dabei ist das Behandlungsalter nicht auf das Kindes- und Jugendalter begrenzt. Natürlich laufen Wachstum und Knochenumbau im Erwachsenenalter nicht mehr so schnell ab, wie im Jugendalter. Dies ist aber kein Grund nicht auch beim Erwachsenen kieferorthopädisch tätig zu werden. So ist die Einordnung von verlagerten Zähnen durchaus möglich. Nützlich ist auch oft eine kieferorthopädische Behandlung vor einer prothetischen Versorgung. Durch die Verschiebung eines Zahnes ist oftmals eine Brückenversorgung statt einer Versorgung mit herausnehmbarem Ersatz möglich. In Kombination mit chirurgischen Behandlungen sind auch Anomalien, wie eine Progenie, ein Kreuzbiss oder die Beseitigung einer großen sagittalen Stufe möglich.
Die Krankenkasse bezuschusst eine kieferorthopädische Behandlung bis zum 18. Lebensjahr außer den kombiniert kieferorthopädisch-kieferchirurgischen Therapien, die auch nach Vollendung des 18. Lebensjahres bezuschusst werden.
Bei Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr entscheidet die Krankenkasse nach dem KIG System. Die Zahnfehlstellung wird dabei in 5 Gruppen eingeteilt. Die Gruppen KIG 1 und 2 werden nicht bezuschusst. Das bedeutet nicht, dass eine Behandlung nicht gesundheitlich sinnvoll sein kann. Es handelt sich bei dieser Einstufung nur um eine versicherungstechnische Grenzziehung.
Das günstigste Alter für eine kieferorthopädische Behandlung ist das Alter von 9 bis 12 Jahre, die sogenannt
2. Wechselgebissphase. Bestimmte Zahnfehlstellung sollten aber sehr zeitig im Rahmen einer frühen oder einer Frühbehandlung begonnen werden, wie der Kreuzbiss, die progene Verzahnung oder die Progenie. In diesen Fällen zahlt die Krankenkasse bereits im Milchgebissalter, also mit ca. 4 Jahren.

Kieferorthopädie

Zahnarztpraxis
Dr. Benno Damm 
Franziska Schulze